Als Reisende(r) ohne gültigen Fahrausweis (RogF) gilt, wer keinen über die gesamte Reisestrecke gültigen oder teilgültigen Fahrausweis vorweisen kann. Reisende ohne oder mit teilgültigem Fahrausweis bezahlen neben dem Fahrpreis einen Zuschlag. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie keine Zeit hatten, ein Billett zu lösen oder ob Sie das Billett nicht mehr finden. Zudem werden Ihre Personalien elektronisch erfasst und bleiben während mindestens zweier Jahre registriert. Der Fahrpreis und der Zuschlag werden in Rechnung gestellt.

Als Reisende(r) mit teilgültigem Fahrausweis (RemitF) gilt, wer einen auf dem gesamten Reiseweg an sich gültigen, aber in einem der folgenden konkreten Fälle ungenügenden Fahrausweis vorweisen kann:

RemitF überall:

  • fehlender Zuschlag (z.B. Nachtzuschlag)
  • Fahrausweis für falsche Kundengruppe (z.B. Fahrausweis zum halben oder ermässigten Preis ohne Berechtigung)
  • falsche Verkehrsmittelwahl (Fahrausweis nicht gültig)

Nur den reduzierten Zuschlag bezahlt, wer bei Verbundfahrausweisen max. 1 Zone oder bei nationalen Fahrausweisen max. 1 Haltestelle zu wenig gelöst hat.

RemitF im Regionalverkehr:

  • fehlender Klassenwechsel
  • fehlender Streckenwechsel, bzw. abweichende Strecke (jedoch gleiche Abgangs− und Bestimmungsstation − resp. Abgangs− und Bestimmungszone; anderer, direkter und vergleichbarer Weg)

Unterschiede zwischen Regional- und Fernverkehr.

Im Fernverkehr (IC, ICN, IR und internationale Züge) ist es weiterhin möglich, ohne Zuschlag einen Klassen- oder Streckenwechsel im Zug zu lösen. Der Mindestpreis für einen Klassenwechsel beträgt CHF 10.–. Im Regionalverkehr (RE, R, S, SN) ist dies ausgeschlossen.

Ausnahmen

  • persönliches Abo vergessen (Gebühr CHF 5.– wie bisher)
  • Familien: Kinder zahlen keinen erhöhten Zuschlag.
  • Gruppen: Erhöhter Zuschlag wird nur einmal erhoben.
  • Reisende mit Behinderung und verwirrte Personen zahlen keine Zuschläge.