News vom 04. Juli 2022

Die Verwaltung stellt sich vor - 5. Teil - Thomas Baumgartner

In einer fortlaufenden Serie bringen wir Ihnen die Mitglieder der Verwaltung der Genossenschaft Tarifverbund OSTWIND etwas näher. Wir freuen uns Ihnen mit dieser Ausgabe Thomas Baumgartner vorzustellen. Er ist seit 12. Mai 2022 neuer Präsident der Verwaltung des Tarifverbundes OSTWIND.

Thomas Baumgartner (54) begann seine Laufbahn im öffentlichen Verkehr vor 35 Jahren. Er führte unter anderem die Fachstelle öffentlicher Verkehr im Kanton Schwyz, leitete die Auto AG Schwyz und war Mitglied der Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn und dort für die Produktion verantwortlich. Seit 2012 ist er Direktor der Appenzeller Bahnen. Thomas Baumgartner ist Mitglied der Verwaltung und des Tarifverbundrates des Tarifverbundes Ostwind, Vizepräsident der RAILplus AG, Mitglied des Vorstandes des Verbandes öffentlicher Verkehr und Vizepräsident von Appenzellerland Tourismus AR. Ausgleich zur Arbeit findet er mit Wandern, Bergtouren und Wintersport.

 

Herr Baumgartner

...seit wann sind Sie Mitglied der VWG und was war in dieser Zeit für Sie das herausragendste Ereignis?

Ich bin seit meiner Funktion als Direktor der Appenzeller Bahnen, also seit 2012 Mitglied der Verwaltung. Besonders spannend war für mich die stete Weiterentwicklung des Verbundgebietes, das sich nun über eine grosse Fläche in der Ostschweiz mit Kooperationen ins nahe Ausland ausdehnt.

 

...was gefällt Ihnen an der Arbeit für den OSTWIND?

Der OSTWIND steht auch für die Zusammenarbeit zwischen den 30 Transportunternehmen und den Leistungsbestellern für ein attraktives Ticket-Sortiment für unser Kundinnen und Kunden. Es gefällt mir sehr, hierzu einen Beitrag zu leisten.

 

...wo sehen Sie die Stärken des Tarifverbundes OSTWIND?

Der Tarifverbund OSTWIND deckt ein grosses Marktgebiet - die Ostschweiz - ab und ermöglicht grenzüberschreitende Verbindungen. Ich sehe die Stärken aber auch im Willen, gemeinsam Kundennutzen zu stiften, den die einzelnen Unternehmungen allein nicht bringen könnten.

  

...was sind Ihrer Meinung nach die grössten Herausforderungen für den Tarifverbund OSTWIND in den nächsten Jahren?

Abgesehen von der Kundenrückgewinnung nach der Pandemie, sehe ich die grösste Herausforderung in der Weiterentwicklung des Preises und Sortimentes. Wir müssen versuchen, flexiblere Angebote zu entwickeln, die spezifischer auf die Kundenbedürfnisse Rücksicht nehmen und gleichzeitig nicht zu einem Ertragsrückgang und einer Verzettelung führen.

 

...wie sehen Sie die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz?

Der öV in der Schweiz hat enorme Stärken und trägt massgeblich zum Standortvorteil bei. Das sich ändernde oder bereits geänderte Mobilitätsverhalten gilt es in die weiteren Entwicklungsschritte mitzunehmen. Ich bin von einem weiterhin attraktiven öV überzeugt, denn nur ein solcher vermag auch die ökologischen und raumplanerischen Ziele in unserem Land zu erreichen, damit wir mobil bleiben.

 

...bei welchen Themen oder Projekten ist es Ihnen persönlich wichtig einen Beitrag für die erwähnte Zukunft zu leisten?

Mein Beitrag wird die Führung der Verwaltung der Genossenschaft sein. Hier möchte ich das vorhandene Wissen der Mitglieder der Verwaltung und der Geschäftsstelle nutzenbringend vereinen. Mit dem öV wollen wir gemeinsam in der Ostschweiz und im grenznahen Ausland sowohl für den Berufsverkehr, vor allem aber auch im Freizeitverkehr, die Position im Mobilitätsmarkt stärken.